Projekt Zimmerdenkmal






Zimmerdenkmal - Ein bewohnter Ausstellungsort zur Geschichte der Familie Lundner

Im März 2013 fand in der Wohnung der Künstlerin Kim Böse, die sich im ehemaligen Haus der in Auschwitz ermordeten, jüdischen Familie Lundner befindet, das zweiwöchige Ausstellungsprojekt Zimmerdenkmal - Eine Ausstellung auf den Spuren der Familie Lundner statt. An diesem Projekt waren insgesamt zehn Künstler_Innen und drei Autoren maßgeblich beteiligt: Miriam Wurster, Svenja Wetzenstein, Chagi Vorwerk, Kathrin Thermer, Uwe Teichmann, Ronald Phillips, Hans-Jürgen Schlüter, Reinhard Schimke, Eva Merz, Mark Londner, Claudia Krentz, Peter Christoffersen und Kim Böse.

Darüber hinaus haben weitere Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen partizipiert: Rabbiner Benjamin Pappenheim (Nachfahre der Familie Lundner), die Schulleiterin der Miriam-Lundner-Schule in Halberstadt, Mitarbeiter des Projektes Stolpersteine Bremen und des Schulmuseums Bremen sowie Zeitzeugen und Nachbarn.

Ein für die Ausstellung konzipiertes Vermittlungsangebot wurde von mehreren Bremer Schulklassen in Anspruch genommen. Insgesamt wurde die Ausstellung sehr gut besucht und fand vielfache Erwähnung in den öffentlichen Medien.

Nach Beendigung der Ausstellung hat sich herauskristallisiert, dass Zimmerdenkmal, als künstlerisch-musealer Ort, weiter bestehen bleibt: Gegenwärtig existiert die Ausstellung vom März 2013 noch in abgewandelter Form, da einige Künstler_Innen ihre Werke als Leihgaben vor Ort gelassen haben. Zudem hat das vom Zweiten Weltkrieg unversehrt gebliebene, Altbremer-Haus an sich schon einen musealen Charakter. Durch die im Haus vorhandenen Kunstwerke wird seine Geschichte für Besucher_Innen noch sichtbarer und erfahrbarer gemacht.